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2. Welche Unterschiede gibt es zwischen der Großloge von Frankreich und anderen Freimaurer-Obödienzen?
3. Warum sind in der Großloge von Frankreich nur Männer zugelassen?
4. Wie läuft eine rituelle Freimaurersitzung (oder Tempelarbeit) ab?
5. Welchen gesellschaftlichen Hintergrund haben die Mitglieder der Großloge von Frankreich?
6. Was ist der Grund für das „Freimaurergeheimnis“?
7. Muss man an Gott glauben, um Freimaurer der Großloge von Frankreich sein zu können?
8. Was ist der Große Baumeister des Universums?
9.Welche Haltung nimmt die Großloge von Frankreich gegenüber Sekten ein?
10. Ich bin mir nicht sicher, ob ich beitreten möchte und würde vor meiner Entscheidung gerne einen Freimaurer der Großloge von Frankreich treffen, um mit ihm zu diskutieren. Wie ist dies möglich?
11. Wie kann man Freimaurer der Großloge von Frankreich werden?
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1. Was könnte uns dazu bewegen, heute Freimaurer in der Großloge von Frankreich (GLDF) zu sein oder zu werden?

Der Wunsch, sich im Leben weiterzuentwickeln und zu entfalten, sowohl im Denken als auch im Handeln.

Leben heißt nachdenken und handeln, erfassen und verwirklichen, seinem Leben einen Sinn geben und zur positiven Entwicklung der Welt um uns herum beitragen.

Man kann in manchmal dogmatischen Überzeugungen und zuweilen stark vereinfachenden Ideologien Sinn finden.

Aber man kann auch versuchen, vorgefertigte Standards und Ideen jeder Art und jeden Ursprungs zu überwinden.

Denjenigen, die sich um Sinngestaltung und -gebung bemühen, bietet die Großloge von Frankreich eine althergebrachte Vorgehensweise an, nämlich die Initiation.

Bei der Initiation geht es darum:  

  • sich selbst zu entwickeln, um den Sinn des eigenen Lebens zu gestalten

Ziel der Freimaurerei und der Großloge von Frankreich ist es, Menschen, die ihrem Leben Sinn verleihen wollen, einen Raum zum Nachdenken und Handeln zu geben, und dabei das, was sie sich in ihrem familiären, beruflichen und beziehungstechnischen Umfeld aufbauen, weiterzuführen, ohne jemals dagegen zu arbeiten.

  • dies in Ausübung der eigenen religiösen und staatsbürgerlichen Gewissensfreiheit zu tun, und gleichzeitig die Gewissensfreiheit der anderen zu respektieren.

Es handelt sich um ein Vorgehen in absoluter religiöser und staatsbürgerlicher Gewissensfreiheit: Weder verpflichtet die Großloge zum Glauben an irgendeine spezielle Religion, Philosophie oder Denkart oder zu ihrer praktischen Ausübung noch verbietet sie einen solchen Glauben oder eine solche praktische Ausübung. Ebenso wenig legt sie sich auf eine bestimmte politische Haltung fest.

Somit respektiert sie jede religiöse oder politische Denkweise.

Dagegen lehnt sie in ihrer Mitte den religiösen Eifer derjenigen ab, die andere zu ihrem eigenen Glauben bekehren möchten, denn sie möchte niemanden zu etwas nötigen.

Genauso stellt sie sich gegen antireligiösen Bekehrungseifer unter ihren Mitgliedern, denn auch er würde die Gewissensfreiheit einschränken.

Auf politischer Ebene akzeptiert sie die freie Äußerung sämtlicher Ideen, die die staatsbürgerliche Gewissensfreiheit ihrer Mitglieder respektieren, wodurch sich jeglicher Extremismus, der mit den Grundprinzipien der Achtung vor dem Menschen und seiner Würde - unabhängig von seinem ethnischen oder kulturellen Hintergrund – unvereinbar ist,  von vornherein verbietet.

  • in einem von ethischen Werten geprägten Raum zu arbeiten.

Die Initiation ist keine Einheitsgedankenlehre, sondern ein Raum humanistischer und spiritueller Werte, in denen Menschen jeglicher ethnischen Herkunft  und gesellschaftlichen Situation, jeder philosophischen und religiösen Anschauung zusammenkommen können und anhand einer althergebrachten und spezifischen Initiationsmethode darin unterwiesen werden, sich zu erschaffen, zu verbessern, nachzudenken und sowohl als Individuum als auch als Gemeinschaft zu handeln, in ihren Tempeln und in der Gesellschaft, in gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Toleranz.
 

 

 

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