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ALPHABETISCHES VERZEICHNIS

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ALPHABETISCHES VERZEICHNIS

Copyright GLDF

A

Alt und angenommen
Bezeichnung sowohl für die Maurer als auch für den Ritus (siehe dort), den sie praktizieren. Der Ausdruck erinnert daran, dass die Maurerei der Großloge von Frankreich das Erbe der schottischen Maurer verewigt und aktualisiert; diese nahmen in ihren Logen Personen auf, die nicht dem ursprünglichen Beruf der Steinmetze entstammten (daher der Begriff „angenommen“).

B

Bibel - Buch des Heiligen Gesetzes - Brüderlichkeit

Bibel
In den Logen der Großloge von Frankreich wird die Bibel während der Arbeit generell auf der Seite des Prologs zum Johannesevangelium aufgeschlagen. 
Sie wird nicht als Text einer religiösen Offenbarung, sondern als Buch des Heiligen Gesetzes betrachtet und steht für:
Das Buch der Tradition: kulturelles Erbe, auf dem die Freimaurerei aufbaut (vom Juden-/Christentum bis zur antiken griechischen und romanischen Kultur)

Buch des Heiligen Gesetzes
Suche nach einer moralischen Weisheit, die über den reinen Gesetzesrahmen hinausgeht und sich zu einer nicht religiösen Spiritualität (siehe dort) hin öffnet.
Daher kann jedes neue Mitglied seinen ersten Eid ganz nach seiner Überzeugung auch auf jedes andere vergleichbare Buch leisten (Koran, Veden, Tripitaka, Tao-Teh-King, Zendavesta oder Lehren des Konfuzius).

Brüderlichkeit
Dritter Begriff der freimaurerischen Devise.
Zeigt sich im Bemühen um Anerkennung und Öffnung und muss Grundlage der Beziehungen zwischen den Brüdern der Großloge von Frankreich sein. Jeder wird aufgefordert, seine Haltung an ein Ideal der Selbsterkenntnis und der Annahme des anderen – Maurer oder Nicht-Maurer – anzupassen. Hierbei dient Brüderlichkeit als Ausgangspunkt, Ziel und Mittel.

D

Demokratie – Pflichten

Demokratie
Die Großloge von Frankreich besitzt eine demokratische Struktur, gegründet auf die Gewaltenteilung nach der Theorie des Freimaurers Montesquieu.
Es gibt eine Legislative (in der Großlogenversammlung und im Konvent vereinigte Vertreter der Logen), eine Exekutive (Föderalrat der 33 Mitglieder, vom Konvent gewählt) und eine Judikative (Bruderschaftsgericht, vom Konvent gewählt).
Der Großmeister der Obödienz wird von allen Vertretern der im Konvent versammelten Logen gewählt. Die Wahl findet jährlich statt, das Einjahres-Mandat kann zwei Mal verlängert werden. 
Dasselbe gilt für die Großbeamte, die beiden stellvertretenden Großmeister, den Großredner, den Großsekretär usw..
In jeder Loge werden der Logenvorsitzende (oder Ehrwürdige Meister) und die verantwortlichen Beamten von allen Freimaurer-Meistern gewählt. Die Wahl erfolgt jährlich, das Einjahres-Mandat kann zwei Mal verlängert werden. 

Pflichten
Mindestverpflichtungen jedes Einzelnen, damit Gleichheit zwischen allen herrscht. Als Alte Pflichten werden diejenigen bezeichnet, die für die Maurer im 17. und 18. Jahrhundert galten. Obgleich sie an die Entwicklungen unserer Gesellschaften angepasst wurden, wird noch heute auf die Alten Pflichten verwiesen.
In zeitgenössischer Deutung werden sie mit den Rechten der einzelnen Maurer in Zusammenhang gesetzt, um auf die Anforderung an jeden Maurer hinzuweisen, seine Rechte durch im Gegenzug zu erbringende Pflichten auszugleichen. Rechte werden nur wirksam, wenn der Einzelne auch seine Pflichten erfüllt.

E

Gleichheit – Schwert - Ausländer

Gleichheit
Gleichheit zwischen den Brüdern ist eine Regel der Großloge von Frankreich. Unabhängig von ihrer Funktion genießen alle Freimaurer-Meister  nach mindestens 2 Jahren Arbeit (als Lehrling und dann als Geselle) dieselben Rechte, haben aber auch dieselben Pflichten. Neben Freiheit und Brüderlichkeit ist Gleichheit einer der drei Leitgedanken der freimaurerischen Devise. Diese Leitgedanken sind in der Präambel der Konstitution der Großloge von Frankreich aufgeführt.

Schwert
Symbol der spirituellen Autorität des Ehrwürdigen Meisters. Verknüpft mit dem Hammer, der die vergängliche Verwaltungs- und Führungsgewalt symbolisiert. 

Ausländer
Ein aus dem Ausland stammender Maurer gilt als Bruder, wenn er sich den Gebräuchen entsprechend zu erkennen gibt. Die Freimaurer-Bruderschaft reicht weit über die Landesgrenzen der Nationen hinaus, und die Großloge von Frankreich unterhält offizielle Beziehungen zu zahlreichen ausländischen Obödienzen in verschiedenen Ländern der Welt.

F

Fortschritt – Freiheit – Freimaurerisches Geheimnis

Freimaurerisches Geheimnis
Gegenstand zahlreicher Fantasievorstellungen, die durch die unter Umständen ‚mysteriös’ wirkende Verschwiegenheit der Freimaurer genährt werden, wo doch die Realität ganz banal ist. Denn in Wahrheit handelt es sich eigentlich mehr um Verschwiegenheit als um ein Geheimnis.
Es ist jedoch zwischen dem Geheimnis der Zugehörigkeit und dem Initiationsgeheimnis zu unterscheiden.
Ersteres geht auf die Tatsache zurück, dass zwar jeder Freimaurer seine eigene Zugehörigkeit offenbaren kann, aber nicht befugt ist, die Zugehörigkeit eines anderen zu „enthüllen“.
Das zweite Geheimnis entspringt dem nicht vermittelbaren Charakter der absolut subjektiven Initiationserfahrung, die das gesamte Wesen des Einzelnen fordert, da sie sowohl in Form eines symbolischen praktischen Akts erlebt als auch in einer Rückbesinnung auf sich selbst überdacht wird, die durchaus auch mit  Emotion und Empfindsamkeit verbunden ist.
Was die rechtliche Ebene angeht, so ist die Satzung der 1901 rechtmäßig zur Vereinigung erklärten Großloge von Frankreich bei allen zivilen und administrativen Behörden Frankreichs hinterlegt, die davon Kenntnis haben müssen.
Sie ist daher für jedermann zugänglich, der sich dafür interessiert, und abgesehen vom persönlichen und intimen Charakter der Initiation, zu deren Ritualen man in zahlreichen Buchhandlungen Hinweise findet, existiert keinerlei „Geheimnis“ hinsichtlich der Ziele und Grundsätze der Logen der Großloge von Frankreich, die sich an die Gesetze der Republik Frankreich halten.

Freiheit
Freiheit ist der erste Begriff im Dreifachmotto der Freimaurer der Großloge von Frankreich (siehe Gleichheit und Brüderlichkeit).
Gefordert werden sowohl staatsbürgerliche als auch Initiationsfreiheit.
Staatsbürgerliche Freiheit, weil republikanische Grundsätze befolgt werden.
Initiationsfreiheit, weil der Wunsch zum Ausdruck gebracht werden soll, Determinismen jeder Art (psychologischer, soziologischer, usw.), denen jeder unterliegt, soweit als möglich zu überwinden und so zu größerer innerer Freiheit zu verhelfen.
Nun wird auch verständlich, dass zur Erreichung dieser Freiheit ein echtes Arbeiten an sich selbst erforderlich ist, wozu die Initiation aufruft.

Fortschritt und „Vervollkommnung der Menschheit“
In der Konstitution der Großloge von Frankreich (1. Kapitel) zu findende Begriffe. Sie beschreiben die angestrebten Ziele. In diesem Zusammenhang schlägt die Großloge von Frankreich eine Strategie vor, die das Fundament dieses Fortschritts, den Menschen selbst, betrifft. Durch anspruchsvolles, energisches und zielstrebiges Handeln arbeitet jeder frei am eigenen Aufbau, in Verantwortung und Achtung für sich selbst und die anderen und versetzt sich so in die Lage, zur „positiven und friedlichen Emanzipation der Menschheit“ beizutragen. Diese Aufforderung findet sich auch in den Grundlagentexten der Großloge von Frankreich.

G

Gemischte Logen - Gerechtigkeit - Geselle  – Geschichte - Großer Baumeister des Universums – Grundwerte

Gemischte Logen
Die Großloge von Frankreich nimmt nur Männer auf und führt auch die Initiation nur mit Männern durch; andere Obödienzen sind ausschließlich Frauen vorbehalten.
Die Großloge von Frankreich regte gleich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Gründung der größten weiblichen Obödienz in Frankreich, der Frauen-Großloge von Frankreich an, und förderte sie auch.
Es existiert auch eine gemischtgeschlechtliche Freimaurerei, die sowohl Männer als auch Frauen initiiert.
Die Großloge von Frankreich unterhält die besten Beziehungen zu den gemischten oder weiblichen Obödienzen, denen eine besondere Aufnahmezeremonie die Aufnahme in die Logen der Großloge von Frankreich ermöglicht.

Gerechtigkeit
Gerechtigkeit ist eine mit praktizierter Brüderlichkeit verbundene und auf die Einhaltung der Rechte und Pflichten des Einzelnen bezogene moralische Tugend.
Die Großloge von Frankreich erarbeitete eine Reihe von Freimaurerregeln, die bei Strafe des Ausschlusses aus der Obödienz einzuhalten sind. Diese Regeln wurden in völliger Übereinstimmung mit den Regeln des Zivilrechts formuliert, dessen moralische Erweiterung sie darstellen.

Geselle
Zweiter Grad der spekulativen Freimaurerei (siehe Lehrling und Meister)

Geschichte
Das Jahr 1894 markiert die Geburtsstunde der Großloge von Frankreich in ihrer heutigen Form. Doch sie führt die Geschichte der Obödienzen fort, die die Geschichte der französischen Freimaurer seit den 1730er Jahren geprägt haben, als die erste Großloge Frankreichs entstand, die zum Teil in der heutigen Obödienz fortgeführt wird. 

Großer Baumeister des Universums (siehe hierzu auch Grundsatzerklärung)
Alle rituellen Arbeiten beginnen mit dem Hinweis auf den „Großen Baumeister des Universums“, eine durch die Semantik des 18. Jahrhunderts geprägte Formel, die jedoch bis in unsere Tage bewahrt wurde, um dem Willen, die freimaurerische Tradition zu respektieren, Ausdruck zu verleihen.
Für die Freimaurer der Großloge von Frankreich ist dieser Gedanke sowohl Leitsatz als auch Symbol.

Leitsatz.
Die Erwähnung des Großen Baumeisters verweist auf das physikalische Gründungs-/Organisationsprinzip des Universums, das man in zahlreichen Zivilisationen findet. Es lässt sich mit dem vergleichen, was die moderne Wissenschaft als physikalisches Prinzip der Einheit und Verständlichkeit des Universums, das sich in seinen Organisationsgesetzen ausdrückt, bezeichnen würde.
Der Große Baumeister des Universums ist somit für die Maurer der Großloge von Frankreich nicht die anthropomorphe Definition des Gottes einer Religion, sondern ein Hinweis für Eingeweihte, dessen Nennung ihr Interesse an einer Strategie der Sinngestaltung und –gebung unter Berücksichtigung intellektueller und moralischer Werte belegt. Gleichzeitig drückt sich darin eine freie, spirituelle, nicht religiöse, nicht dogmatische und nicht autoritäre Suche und Gestaltung aus.

Symbol.
Im ständigen Streben nach Gewissensfreiheit stellt die Großloge von Frankreich es jedem Maurer der Obödienz frei, diesen Leitsatz vermittels einer frei interpretierbaren Definition in ein seiner eigenen Wahrnehmung entsprechendes Symbol seiner Wahl zu verwandeln: So kann daraus – falls er dies wünscht – ein über eine religiöse Form hinausreichendes oder ihr innewohnendes Symbol werden – jedoch ganz ohne Anspruch auf Exklusivität und ohne jede Verpflichtung.
Die Freiheit des Einzelnen wird dadurch bekräftigt und es können Gläubige und Ungläubige aufgenommen werden, gemäß dem Grundsatz der absolut unerlässlichen Achtung vor den Überzeugungen des Einzelnen.
Die Großloge von Frankreich zeigt sich somit im Hinblick auf die Aufnahme als leidenschaftlicher Vertreter des Laizismusprinzips und einer Offenheit, die es jedem ermöglicht, eine Religion zu praktizieren oder nicht, ohne sich dafür vor irgendjemandem rechtfertigen zu müssen. Sie untermauert ihren Willen, ein Bindeglied zwischen unterschiedlichen Menschen zu sein, die einander ohne die Loge aufgrund ihrer manchmal gegensätzlichen Überzeugungen fremd geblieben wären.

Grundwerte
Die Leitgedanken der Großloge von Frankreich knüpfen an den Alten und Angenommenen Schottischen Ritus’ (AASR) an:
- Bezugnahme auf den „Großen Baumeister des Universums“ als Leitsatz und nicht religiöses Symbol (siehe dort),
- Ableisten des Eides auf die Drei Großen Lichter der Traditionellen Freimaurerei: Winkelmaß, Zirkel, Buch des Heiligen Gesetzes (siehe dort)
- Absolute staatsbürgerliche, philosophische und religiöse Gewissensfreiheit, bei gegenseitiger Toleranz und unter Ausschluss von ideologischem Extremismus und religiösem Fundamentalismus
- Arbeit im Hinblick auf Selbstverbesserung innerhalb eines Initiationsordens mit sowohl humanistischen als auch spirituellen Grundsätzen
- Praktizieren einer auf Vernunft, Andersartigkeit und Austausch gründenden Aufnahmeethik
- Achtung vor den Alten Pflichten und Sorge für ihre Weitergabe.

H

Hammer - Handschuhe – Humanismus

Hammer
Werkzeug, das die zeitliche Macht symbolisiert, verbunden mit dem Schwert als Symbol des Spirituellen.

Handschuhe
Während ihrer Arbeit tragen die Maurer stets weiße Handschuhe. Diese versinnbildlichen ein Verhaltensideal, an das sich jeder zu halten hat. Sie bilden eine Einheit mit dem Schurz (siehe dort)

Humanismus
Zusammen mit der Spiritualität (siehe dort) stellt der Humanismus das Forschungs- und Reflexionsgebiet der Maurer der Großloge von Frankreich dar. Er bildet die Grundlage ihrer ethischen Überzeugungen der Offenheit gegenüber anderen.
Er bringt ihren Willen zum Ausdruck, den Menschen in den Mittelpunkt ihres Bauprojekts zu stellen, durch die Arbeit an sich selbst und mit den anderen.

I

Initiation

Initiation
Als Initiation wird ein Prozess der Transformation des Einzelnen bezeichnet.
Initiation setzt darauf, dass konstantes Nachdenken dank der Symbole und mithilfe der Brüder zu einer positiven geistigen, moralischen und spirituellen Entwicklung führt. Sie zielt auf die Perfektionierung von Wissen und Bewusstsein ab.
In den Logen der Großloge von Frankreich besteht Initiation nicht aus einem zu erwerbenden Wissen oder einer zu erlernenden Doktrin, sondern aus einer durch die Initiationsarbeit zu erreichenden persönlichen Erfahrung. Sie stellt eine sowohl individuelle als auch kollektive Strategie der Freiheit dar, die sich aus moralischen Werten ableitet, welche ihr Einheit und Sinn verleihen. Und schließlich ist die Initiation weder ein Sakrament noch eine Offenbarung und hat keinerlei religiösen Charakter.

J

Johannes

Johannes
Der Evangelist Johannes ist von Anbeginn der Schutzpatron der Freimaurer, daher werden die drei ersten Logengrade auch als „Johannislogen“ bezeichnet. Dieser Bezug ordnet sie ein in eine jüdisch-christliche Kultur, die die antiken, griechischen und römischen Weisheiten integrierte und sie mit Philosophien zur Person und zum Sinn der Geschichte anreicherte, jedoch ohne jede religiöse Anspielung.

K

Konstitution – Konvent

Konstitution
Sie verkündet die Leitgedanken und legt die Strukturen und Ausrichtungen der Vereinigung der die Großloge von Frankreich bildenden Logen fest. In den Grundregeln wird die konkrete Umsetzung beschrieben. Die Konstitution beginnt mit dem Dreifachmotto „Freiheit – Gleichheit - Brüderlichkeit".

Konvent
Der Konvent (im Juni) und die Großlogenversammlung (im Dezember) sind die zwei Ereignisse, bei denen die Hauptversammlung der Vertreter der in der Großloge von Frankreich vereinigten Logen aktiv wird. Die Hauptversammlung übt die legislative Gewalt aus. Gemeinsam mit der exekutiven Gewalt (Föderalrat) bestimmt sie über die Regeln und Gebräuche der Großloge von Frankreich und legt ihre Ausrichtung fest.

L

Laizismus – Lehrling - Lichter - Loge

Laizismus
Laizismus als Grundsatz der Gewaltenteilung ist ein von der Großloge von Frankreich geforderter Wert.
Er bezieht sich auf das von den Freimaurern dieser Epoche initiierte Gesetz vom Dezember 1905 und findet sich auch in Artikel 2 der Verfassung der Französischen Republik aus dem Jahr 1958 wieder, worin darauf verwiesen wird, dass der Staat keine Religion unterstützt und jedem seine Gewissensfreiheit lässt.
Es handelt sich um einen offenen Laizismus, der die Aufnahme von Gläubigen und Ungläubigen in den Logen ermöglicht und jeden auffordert, die Entscheidungsfreiheit der anderen zu respektieren.

Lehrling
Unterster Grad der spekulativen Freimaurerei, die in der Großloge von Frankreich drei Grade umfasst. Die beiden folgenden Grade sind die des Gesellen und des Meisters (siehe dort).

Lichter / Licht
Die Lichter bzw. das Licht nehmen im Sprachgebrauch der Freimaurer einen vorrangigen Platz ein.
Im Plural verweisen sie auf die Philosophie des Jahrhunderts der Aufklärung (franz. Jahrhundert der Lichter), die das Europa des 18. Jahrhunderts erhellen und die Menschen von dogmatischen Zwängen befreien wollte, was ihr jedoch nicht in jedem Fall gelang.
In diesem Sinne bieten die Logen der Großloge von Frankreich ihren Mitgliedern an, sich eine auf den Lichtern der Vernunft, des Geistes und des Herzens basierende Moral aufzubauen und dabei trennende Klippen zu überwinden.
Im Singular wird der Einzelne durch dieselbe Arbeit ermutigt, in sich das eigene Licht zu entdecken, das an das Wesen jedes Menschen rührt.
In diesem Zusammenhang verwenden Freimaurer häufig den Begriff „Sohn des Lichts“.

Loge (oderAtelier)
Der Begriff Loge bezeichnet sowohl alle Mitglieder einer Maurergruppe als auch die administrativen und grundlegenden Initiationsstrukturen, die die Brüder vereinen und ein Funktionieren nach den Regeln der Großloge von Frankreich möglich machen. Auch der Begriff Atelier wird verwendet. Beide Bezeichnungen gehen auf die ursprüngliche operative Freimaurerei zurück. Eine Loge/ein Atelier möchte ein Ort der Begegnung, der Arbeit, des Kennenlernens und Austausches sein, an dem jeder sein Wissen und sein Bewusstsein perfektionieren kann.

M

Meister

Meister
Der Meistergrad ist der dritte Grad der Freimaurerei. In der Großloge von Frankreich leiten die Meister die Loge auf kollegiale Weise, angeführt vom sogenannten Ehrwürdigen Meister, den sie jedes Jahr aus ihrer Mitte in diese Funktion wählen.

N

Neophyt

Neophyt
Eine der Bezeichnungen für einen ‚profanen’ Kandidaten während seiner Initiation, kurz vor seiner Annahme als vollwertiger Bruder.

O

Obödienz – Operative Maurer – Orient

Obödienz
Die Obödienz ist eine Struktur, die Logen in einer im Allgemeinen nationalen administrativen Initiationsorganisation vereint. Die völlig unabhängige und souveräne Großloge von Frankreich besitzt eine eigene Konstitution und gibt sich nur die Regeln, die die Vertreter der Logen befürworten. Durch offizielle Besuche und gegenseitige Vereinbarungen unterhält sie Beziehungen zu den anderen Obödienzen in Frankreich oder im Ausland.

Operative Maurer
Die Begriff bezeichnet die freien Maurer des 15., 16. und 17. Jahrhunderts, deren Berufsorganisation die Fundamente zur heutigen Freimaurerei legte, unabhängig davon, ob dies nun Geschichte oder Legende ist. Sie werden als „operativ“ bezeichnet, weil sie Männer aus dem Baugewerbe waren. Die sogenannten „spekulativen“ Maurer waren oder sind vor allem auf Forschung, Reflexion und auf ein Handeln in der Welt, zu deren Fortschritt sie beitragen möchten, ausgerichtet.

Orient
Symbolisch gesehen der Ursprung des Lichts.
In den Orient zu gehen, zeugt vom Wunsch, „das Licht zu finden“ und sich auf die Suche nach dem Sinn (des Lebens) zu machen.
Gleichzeitig die Bezeichnung für die Vereinigung der Logen.
Beispiel: „Orient von Paris“.

R

Religionen – Ritus - Ritual

Religionen
Die Großloge von Frankreich praktiziert den Laizismusgrundsatz und unterhält keine offiziellen Beziehungen zu den Religionen, gegenüber denen sie sich absolut neutral verhält.
Sie respektiert alle Religionen, die ihrerseits die Entscheidungsfreiheit des Menschen und seine Integrität achten. Dies schließt jeglichen Fundamentalismus aus.
Die Großloge pflegt jedoch offizielle Beziehungen zu den Vertretern von Religionen, die in der Verkündung ihrer Überzeugungen Maß und Mäßigung an den Tag legen; aufgrund der Bedeutung der Religion in unseren Gesellschaften hält sie solche Beziehungen für wünschenswert.
Die Brüder der in der Großloge von Frankreich vereinten Logen sind diesbezüglich keiner Verpflichtung unterworfen: sie können gläubig oder nicht gläubig sein, es wird keine bestimmte Überzeugung von ihnen verlangt. Doch damit die Gefühle und die Freiheit jedes Einzelnen respektiert werden, dürfen sie in den Logen keine Bekehrungsversuche betreiben.

Ritus
Identitätsgrundlage einer Obödienz und Rahmen ihrer Initiationsabläufe.
Der Ritus umfasst alle grundlegenden Konzepte und symbolischen Praktiken, die die Arbeit in den Logen organisieren und regeln und ihr Sinn verleihen. Obgleich ein „gemeinsamer Grundstock“ an Symbolen besteht (Winkelmaß, Zirkel, usw.), entstanden im Laufe der Jahrhunderte mehrere Freimaurerriten, die sich so deutlich voneinander unterscheiden, dass sie nicht verwechselt werden können.
Die Logen der Großloge von Frankreich praktizieren nur einen Ritus, den Alten und Angenommenen Schottischen Ritus, der in Anspielung auf seine Herkunft so genannt wird.
Dies ist der weltweit verbreitetste Ritus.
Seine wesentlichen Grundwerte finden sich in der Grundsatzerklärung der Großloge von Frankreich (siehe dort).
Er gesteht jedem die völlige religiöse und staatsbürgerliche Gewissensfreiheit zu, zwingt keinen zum Glauben an eine Gottheit, respektiert sämtliche philosophischen, moralischen, spirituellen und religiösen Empfindungen und Denkweisen, die ihrerseits die Gewissensfreiheit der Menschen achten. Diese ethischen und spirituellen Werten untergeordnete Gewissensfreiheit steht im Zentrum der Vorgehensweise der in der Großloge von Frankreich vereinten Logen.

Ritual
Praktische Umsetzung der Grundwerte des Ritus, stützt sich auf die praktische Ausübung und die symbolische Reflexion und zielt auf das persönliche Vorangekommen jedes Initianten ab. Darf nicht mit dem Ritus verwechselt werden.
Trotz der semantischen Nähe hat das Ritual nichts mit einer Liturgie oder einem religiösen Kult gemeinsam, sondern ist sogar weit davon entfernt, da es sich auf keinen bestimmten religiösen Glauben bezieht.

S

Schurz - Spiritualität – Stein – Symbole

Schurz
Der von den Freimaurern in der Versammlung getragene Schurz erinnert symbolisch an die Schürzen, die die Maurer des Mittelalters, die Erbauer der Kathedralen trugen (siehe Handschuhe).

Spiritualität
Spiritualität beschreibt die Tätigkeit des menschlichen Geistes, sofern er sich in Gefilde begibt, die mit den Werkzeugen des Verstandes nicht erschlossen werden können und sich normalerweise auf Metaphysik oder Religion beziehen. Die Freimaurersymbole gehören zu den für ein Vordringen auf diesem Gebiet erforderlichen Werkzeugen. 
Doch anders als andere Lehren, die entweder zu radikalem Antiklerikalismus oder zur Einhaltung einer bestimmten religiösen Praxis aufrufen, ist die von der Großloge von Frankreich empfohlene Spiritualität mit keiner bestimmten, weder befürwortenden noch ablehnenden die Religionen betreffenden Bestimmung verbunden, da davon ausgegangen wird, dass dieses Gebiet der Gewissensfreiheit jedes Einzelnen unterliegt. 
Diese Spiritualität legt im Gegenteil die Grundsteine für eine Annäherung zwischen den Menschen, über alle Glaubensvorstellungen hinaus. Denn sie geht davon aus, dass trotz der Achtung vor den Unterschieden zwischen den Kulturen und Zivilisationen, diese im gemeinsamen Bemühen um Erhebung und um Achtung ihrer Freiheit und körperlichen, psychischen, intellektuellen, moralischen und spirituellen Integrität einander angenähert werden müssen.
Eine so praktizierte Spiritualität ist daher logischerweise mit einer humanistischen Dimension ausgestattet, die ebenfalls kennzeichnend für die Initiationsabläufe der Großloge von Frankreich ist.
Sowohl spiritueller als auch humanistischer Natur garantiert sie die Ausbreitung der Vorstellung von der Würde der Menschen, der Achtung vor den anderen und vor der Natur, der Verantwortung und des aktiven Handels und lehnt es ab, den Menschen auf den rein wirtschaftlichen oder ideologischen Status des modernen Materialismus’ zu reduzieren.

Stein
Im symbolischen Sinn: Jeder Maurer (und auch jeder Mensch), der an sich selbst arbeitet, wird als zu behauender und zu veredelnder „Stein“ betrachtet, aus dem das Werk entstehen soll. So wird auch der im Transformationsprozess stehende Mensch gesehen. Die Aussage „seinen Stein zum Gebäude beitragen“ ist Ausdruck dieses Symbolsgehalts.

Symbole
Sie sind Werkzeuge / Träger der Initiationsgedanken, konkrete Zeichen für eine Vielzahl an intellektuellen, moralischen, spirituellen Bedeutungen, mit denen sich die rein konzeptuelle und verstandesmäßige Sprache überwinden lässt.
Sie treten häufig in metaphorischer oder allegorischer Form auf.
Mit ihrer praktischen Nutzung lässt sich die Fähigkeit entwickeln, die Wahrnehmung der menschlichen oder natürlichen Realität zu bereichern und dabei komplexe, manchmal widersprüchliche Aspekte zu integrieren und versöhnliche Lösungen zu finden, die über die binäre Herangehensweise von Mensch und Natur hinausreichen, und diese Unterschiede in eine neue Form integrieren.
In der Großloge von Frankreich dient der praktische Einsatz der Symbole der Erweitung des Wissens und Bewusstseins der Mitglieder.
Beispiel:
Hammer und Meißel  sind Symbole für den Aufbau
Winkel und Zirkel sind Symbole für Geradheit und Offenheit des Geistes.

T

Tempel – Tempelarbeit – Toleranz – Tradition

Tempel
Der mit den Freimaurersymbolen geschmückte, rechteckige Raum ist der Arbeitsraum der Freimaurer und als solcher weder Heiligtum noch Kultort, trotz der etwas verwirrenden Terminologie. 
Sein Rahmen und seine Atmosphäre laden zu intellektueller, moralischer und spiritueller Besinnung ein.
Bei bestimmten öffentlichen Veranstaltungen (Konferenzen, Zeremonien, usw.) werden die maurerischen Tempel für das Publikum geöffnet.

Tempelarbeit
Bezeichnet die rituellen Zusammenkünfte der Freimaurer. Sie werden von einer genauen Ablaufplanung folgenden exakten und kodifizierten Texten und Gesten umrahmt. In der Großloge von Frankreich haben sie nichts mit einer Liturgie oder einem religiösen Kult gemein, aber auch nichts mit einfachen Arbeitssitzungen, wie man sie in der profanen Welt findet.

Toleranz
Grundtugend der freimaurerischen Moral. Sie kennzeichnet eine Haltung der Akzeptanz gegenüber individuellen, ethnischen, kulturellen, usw. Unterschieden und stellt jedem die Möglichkeit frei, seine Ideen und seine Weltsicht zu verbreiten, unter der einzigen Voraussetzung, dass jedem der geschuldete Respekt bezeugt wird.
Folglich lehnt Toleranz sowohl den Fanatismus ideologischer oder religiöser Dogmen, die den anderen ihre Wahrheit aufzwingen wollen, als auch gleichgültige Haltungen, die alle Werte akzeptieren, auch die, die der Achtung und Würde des Menschen zuwiderlaufen, ab.

Tradition
Tradition als Akt der Weitergabe und gleichzeitig als moralischer und spiritueller Wertekomplex verweist auf einen Strom aus Wissen und Weisheit, der aus reichhaltigen und unterschiedlichen kulturellen Quellen schöpft. Sie charakterisiert den Menschen als Wesen, das in der Lage ist, sich unter Bezugnahme auf von im Rahmen der Initiationserfahrung übermittelten kulturellen Werten zu erschaffen. Man kann Tradition auch als Erbe und Kultur- und Zivilisationsgut betrachten.
In diesem Akt der Weitergabe übermittelt jeder Maurer seinen Nachfolgern eine Vision vom Menschen, eine Leidenschaft für Meisterschaft und den Glauben an die Fähigkeit des Menschen, die Zukunft zu bauen, eine Fähigkeit, die jeder im Zuge seiner Initiation selbst erfahren kann.

U

Universalismus

Universalismus
Ruf nach einer menschlichen Dimension, die über die eigene Kultur oder Zivilisation hinausreicht, um sich für eine breitere Dimension zu öffnen, die den Menschen als aus der „Einheit der Gattung Mensch“ Stammenden charakterisiert, ohne auf eine bestimmte Herkunft, Kultur, Zivilisation festgelegt zu sein. 
Die Freimaurer des 18. und 19. Jahrhunderts wollten den Gedanken einer „Weltrepublik der Gattung Mensch“  verbreiten, doch das Projekt scheiterte schon bald an der Logik der wirtschaftlichen und militärischen Konflikte ihrer Zeit und der nötigen und natürlichen Bekräftigung der Identität der menschlichen Kulturen.
Obgleich das Konzept heute bedroht scheint, weil manche vom „Zivilisationsschock“ sprechen, bleibt es weiter aktuell und ist einer der Kernpunkte der Bemühungen der Freimaurer, die sowohl die Originalität jeder Kultur respektieren als auch zur Verbreitung des Prinzips der Einheit der Gattung Mensch in der Welt beitragen möchten. Voraussetzung für die Achtung vor dem Universellen ist dabei jedoch dieselbe Achtung vor der menschlichen Vielfalt.

V

Von den Logen untersuchte Fragen

Von den Logen untersuchte Fragen
Jährliches Reflexionsthema, an dem die Brüder der Obödienz arbeiten. Es wird unter Bezugnahme auf das humanistische und spirituelle Engagement der Großloge von Frankreich ausgewählt.
Im Allgemeinen befassen sich die von den Logen untersuchten Fragen mit folgenden Themenbereichen:
Dialog der Kulturen und spirituellen Vorstellungen
Verbindung zwischen Humanismus und Spiritualität
Praktizieren einer nicht religiösen Spiritualität
Zusammenhang zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und einer ethischen Vorgehensweise
Entwicklung der Kulturen und Zivilisationen
Aufbau der eigenen Persönlichkeit, Aufbau der Welt
Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein
Intellektueller, moralischer und spiritueller Fortschritt
Usw..
Die behandelten Fragen sind Gegenstand eines in der Hauptversammlung verlesenen Jahresberichts und werden in manchen Fällen den Zivilbehörden überreicht, damit diese sich auf ihrer Grundlage eigene Gedanken zu ähnlichen Themen machen können.

Buch des Heiligen Gesetzes
Dient zum Ableisten von Eiden, genau wie Winkel und Zirkel; die drei bilden zusammen die „drei großen Lichter“ der freimaurerischen Tradition.
In den Logen der Großloge Frankreichs fungiert die Bibel als Buch des Heiligen Gesetzes, da ihre Texte nicht als religiöse Texte, sondern als ethische und spirituelle Grundlagen verstanden werden, die den Weg für die Reflexion freimachen, ohne sie in eine bestimmte Form zu zwängen und die dazu einladen, eine traditionelle und persönliche Auslegung vorzunehmen, ohne eine spezielle Glaubensrichtung zugrunde zu legen (siehe „Bibel“ und „Grundsatzerklärung der Großloge von Frankreich“).

W

Wahrheit - Werkzeuge

Wahrheit
Es muss zwischen der Wahrheit des Wissen und der Wahrheit im Handeln unterschieden werden.
Die erste Form bezeichnet die Beschreibung des Realen als „der Sache (der Natur, des Lebenden, usw.), die sie beschreibt, entsprechend“. Diese Frage ist eine der großen des menschlichen Denkens, für die es heute keine endgültige Lösung gibt, doch mit der sich die Freimaurer der Großloge von Frankreich gerne auseinandersetzen.
Die zweite Form der Wahrheit beschreibt die Konformität der Handlungen des Einzelnen mit den von ihm geforderten moralischen Werten.
Diese beiden Dimensionen werden in der Initiation vereint; dort werden sie zum Forschungsgegenstand, anstelle einer endgültigen Eroberung.
Die Maurer der Großloge von Frankreich praktizieren in diesem Zusammenhang den konstruktiven Skeptizismus, der sie dazu ermutigt, bei dieser Forschungsarbeit kein Hindernis und keine Beschränkung zu akzeptieren und sie so zu einer immerwährenden Suche zu machen.

Werkzeuge
Hammer, Meißel, Winkelmaß, Zirkel, 24-zölliger Maßstab, Winkelwaage,… lauter symbolische (siehe Symbol) Werkzeuge, die bei der Arbeit an sich selbst im Rahmen einer pädagogischen Beziehung zum Kollektiv der Loge eingesetzt werden müssen. Diese Reflexion, die Vernunft und Spiritualität, Intelligenz und Gefühl miteinander verbindet, erlaubt die Vertiefung der Selbsterkenntnis und der Kenntnis der anderen und ermutigt zur Realisierung des Wunsches nach positiver Transformation seiner selbst und der Welt.
Die Werkzeuge finden sich stets im Tempel (siehe dort).

Z

Zirkel

Zirkel
Symbolisches Instrument in Kombination mit dem Winkel. Diese Kombination erinnert an die Verbindung zwischen Geist und Materie, zwischen Vernunft und Spiritualität usw., also an Prinzipien, deren symbolischer Zusammenschluss dabei hilft, den binären Charakter zu überwinden und sich in eine darüber hinausreichende ternäre Dimension zu begeben.

 

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  • 19.04.12
    Loches La franc-maçonnerie déchire le voile des passions. Le patron d'une obédience maçonnique a planché en public. Les secrets de l'initiation n'ont pas été dévoilés. Mais les idées fausses ont été balayées. Ils déchaînent des passions extrêmes Les uns les nimbent d'une aura quasi mystique Les autres les vomissent, voyant en eux au choix une société secrète faisant et défaisant à leur main le pouvoir politique ou bien une coterie affairiste qui ferait fructifier ses intérêts dans un entre soi délétère Les francs-maçons laissent rarement indifférents Mais entre ces deux visions extrêmes, la réalité est bien moins tapageuse C'est le message que le grand-maître de la Grande Loge de France (I), Alain-Noël Dubart, a délivré mardi au cours d'une conférence publique proposée par la loge locale, « La Démocrate lochoise » Avec une hauteur de vues certaine.
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  • 17.04.12
    Loches Franc-maçonnerie : " Nous n'avons rien à cacher. " Julien Spiess préside la loge maçonnique de Loches qui reçoit ce soir le Grand Maître de la Grande Loge de France, Alain-Noël Dubart.  Entretien :
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  • 15.04.12
    Ile Maurice Alain-Noël Dubart : "La franc-maçonnerie, c’est de l’humanisme en action". Le Grand Maître de la Grande Loge de France, en visite à Maurice, lève le voile sur ce qui anime les membres de son association. Il apporte un éclairage sur une institution qui suscite toujours des interrogations. La franc-maçonnerie est une spiritualité qui n’est pas religieuse, dit-il.
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  • 14.04.12
    Saint Lô Grande Loge de France : le Grand Maître bientôt à Saint-Lô La Grande Loge de France invite à Saint-Lô son Grand Maître, Alain-Noël Dubart le 24 avril prochain. Thème de la conférence : « Spiritualité et humanisme au XXIe siècle ».
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  • 13.04.12
    Ile Maurice ALAIN NOËL DUBART: « Il n’y a pas de pouvoirs maçonniques qui influencent la société… » Alain Noël Dubart, Grand Maître de la Grande Loge de France, qui comme le Grand Orient de France a une présence historique à Maurice, était en visite dans l’île durant le week-end afin de participer au symposium annuel des loges de la GLDF dans l’océan Indien. Dans une interview accordée au Mauricien avant son départ, il souligne le caractère humaniste de la franc-maçonnerie. Selon lui, il n’y a pas des pouvoirs maçonniques qui influencent la société. « Il y a une influence possible au même titre que celle des autres groupements, qu’ils soient philosophiques, religieux, syndicaux ». Il constate également qu’il y a « des sociétés plus secrètes que la maçonnerie et plus puissantes sur le plan des facilités financières qui ont aussi un rôle dans la gestion d’un pays ». Notre interlocuteur soutient que les affaires impliquant des francs-maçons qui défrayent les chroniques de presse ne sont souvent pas le fait des obédiences maçonniques mais des fraternelles, regroupant des personnes faisant partie de la même profession. « Cette forme d’affairisme n’a rien à faire avec la franc-maçonnerie », dit-il.
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Connaître la GLDF

Continuatrice des premières Loges parisiennes de 1728, formalisée en 1738, la Grande Loge de France est l'obédience française la plus importante dans la pratique du Rite Ecossais Ancien et Accepté. Elle est en outre l'héritière des Loges écossaises placées au XIXème siècle sous l'autorité du Suprême Conseil de France fondé en 1804.

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Causes et conséquences
de l'Anti maçonnerie
par Claude Roulet

Deuxième partie

Juste avant, à la fin de 1904 explose l’affaire des fiches. Cette affaire peut se résumer brièvement comme suit. Dès les années 1890, les jésuites ont pris en main l’enseignement des officiers et leur insufflent des idées conservatrices et pro catholiques.


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